„Mensch werden ist eine Kunst.“
Novalis
Programm 2025
Martin Heidegger spricht von der „Weltlosigkeit des Steins“. Der Vortrag greift die erst jüngst im Rahmen eines internationalen Symposiums („Haben Tiere, Pflanzen und Steine Welt?“) erörterte Aussage des deutschen Philosophen auf und geht ihr ausgehend von drei chinesischen Tuschmalereien nach. Da die chinesische Kultur von einem Naturbegriff lebt, der mit den Mitteln der Poesie, Malerei, Kalligrafie und Musik verewigt wurde, ist eine höchstinteressante Auseinandersetzung mit dem „weltbildenden Dasein“ des Steins in der chinesischen Kunst- und
Geistesgeschichte zu rechnen. Zentrale Aspekte der Ästhetik und Philosophie Chinas kommen in den Blick.
Die Entzauberung der Welt ist das Resultat der Reduktion auf die rationale und die materielle Ebene. Dagegen hat die Romantik sich gewehrt, um bildhaft-poetische Zugänge zu bewahren, innere Erfahrung und die subjektiven Erlebnisqualitäten wertzuschätzen.
Wenn wir große Worte in den Mund nehmen, entstehen oft Missverständnisse, weil andere Menschen im verwendeten Wort eine andere Bedeutung sehen. Jeder Mensch deutet und versteht gemäß seiner eigenen Lebenserfahrung, seines Weltbildes, seines Bewusstseins. Am Beispiel „Freiheit“ – einem der derzeit gößten Worte in aller Munde – tauschen wir uns aus über die vielen Bedeutungen und Aspekte dieses Begriffs und verbinden ihn mit dem Begriff „Respekt“. Elisabeth Bessler wird ihre Erfahrungen hierzu aus dem Senegal einbringen und die Betrachtung damit in eine interessante Richtung erweitern. Lass‘ dich inspirieren vom Input der Referenten und von den Workshop-Beiträgen der anderen Anwesenden und bringe deine eigenen Wort-be-deutungen aus deiner Lebenswelt in die Runde ein. So schaffen wir gemeinsam einen Beitrag zur Verbindung der Welten.
Stoiker, Buddhisten, Pythagoreer und viele andere traditionelle Schulen lehrten das Glück des Philosophen.
Die seit dem Zeitalter der Technik jedoch immer weiter entzauberte Welt, in der nichts lebt und nichts eine wirkliche Bedeutung besitzt, stürzt den Menschen heute notwendigerweise in Angst und Depression. Viele suchen verzweifelt nach Glück, nur sehr wenige werden tatsächlich und dauerhaft fündig.




